170 Jahre in drei Monaten

Nun bin ich schon seit einiger Zeit bei der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandung, der Betreiberin des Berliner und zum Teil Brandenburger Gasnetzes. 2006 wurde sie zu diesem Zweck als technischer Teil des GASAG-Konzerns ausgegliedert und funktioniert seitdem selbständig. Die GASAG kann übrigens seit diesem Jahr auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken: Der Konzern feiert sein immerhin 170-jähriges Jubiläum.

Angefangen hat das Praktikum bereits letztes Jahr im Dezember. Dort hatten wir die Möglichkeit einige Tage in der Ausbildungswerkstatt der BEGA.tec auf dem Gelände der Berliner Wasserbetriebe in der Fischerstraße zu verbringen. Neben Tätigkeiten wie dem „heißgeliebten“ Feilen von Werkstücken, konnten wir uns außerdem im Sägen, Bohren und Gewinde drehen ausprobieren.

Zum Neujahrswechsel ging es dann ins HQB (Headquarter Berlin) am Hackeschen Markt in Berlin Mitte. An den ersten beiden Tagen wurde ich von den Mitarbeitern/innen aus dem Fachbereich Betrieb und Instanthaltung in die Geheimnisse des Kathodischen Korrosionsschutzes (KKI) eingeweiht. Ab dem dritten Tag wurde ich in meiner eigentlichen Abteilung eingesetzt, dem Netzbau. Unterteilt wird diese Abteilung in die Bereiche Bau (NBB-B) und Sonderbau (NBB-S).

Einen besonders großen Einblick habe ich hierbei im Gebiet Hausanschlüsse bekommen. Bei diesem geht es hauptsächlich darum, den Bau der Anschlüsse durch Dienstleistungsfirmen zu koordinieren, zu überwachen und bei auftretenden Problemen mit Dienstleistern Lösungen zu finden. Man glaubt gar nicht, wie viele Monate zwischen der Beantragung einer Hausanschlussleitung und der endgültigen Fertigstellung liegen können – Bürokratie lässt grüßen!

Zu manchen Projekten wurde ich sogar von Kollegen vor Ort mitgenommen. Eines der spannendsten unter diesen war die Riesenbaustelle zur Verlängerung der A100 in Neukölln. Hierbei galt es neue Rohre an der Decke des zukünftigen Autobahn-Tunnels zu verlegen. Diese habe ich mir sogar von der bereits neu entstandenen Fahrbahn anschauen können.

Meine letzte Station ist der Entstörungsdienst, bei dem ich noch bis Ende Februar bleiben werde.

Durchblick beim Kabelsalat

Mein erstes Praktikum absolviere ich bei EANTC, einem kleinem IT-Unternehmen, welches sich besonders auf das Testen von Telekommunikationstechnik für Großfirmen spezialisiert hat.

Daraus resultiert auch der Name der Firma, ausgesprochen heißt dieser nämlich European Advanced Networking Test Center. Zu finden ist EANTC übrigens am Salzufer in Berlin Charlottenburg, nur etwa zehn Gehminuten vom Ernst-Reuter-Platz entfernt.

Vom ersten Tag wurde ich sehr freundlich vom gesamten Team aufgenommen, das gerade mal aus 25 MitarbeiterInnen besteht. Bei einer kleinen Führung wurde mir unter anderem das Testlabor gezeigt, ein Raum, in dem Geräte verschiedener Hersteller und Kunden nebeneinander aufgereiht und durch zig verschiedene Kabel miteinander vernetzt sind. Für einen Normalo wie mich sieht das wie ein einziger Kabelsalat aus, doch tatsächlich steckt dahinter ein System.

Im Testlabor durfte ich unter anderem schon helfen neue Geräte auszupacken, einzubauen, zu überprüfen ob sie richtig miteinander verkabelt sind und gegebenenfalls neu zu verbinden.

Einen weiteren Teil meiner Zeit habe ich damit verbracht den Test-Ingenieuren bei ihren Projekten über die Schulter zu schauen und bei Bedarf kleinere Aufgaben für sie zu übernehmen wie z.B. das Übertragen von Testergebnissen oder das Erstellen von Grafiken für Kundenpräsentationen.

Zum Erleichtern der Kabel-Inventur, die alle drei Monate ansteht, konnte ich zudem mittels einer Software Label für die unterschiedlichen Kabel-Typen erstellen und diese anschließend an den Kabeln befestigen – eine etwas mühselige Arbeit.

Ich bin weiterhin gespannt, was mich in den nächsten sechs Wochen noch alles erwarten wird.

Steckbrief

Drei Worte, die mich beschreiben:
humorvoll, nachdenklich, sportlich

Das habe ich vor EnterTechnik gemacht:
2015 das Abitur und dann für knappe neun Monate Australien bereist

Ich war beim Girls'Day
bei der Universität Potsdam

Das ist mein liebstes Technikgerät:
mein Handy, vor allem zum Musik hören, und mein Laptop

Warum ich mich bei EnterTechnik beworben habe:
Ich möchte neue Berufsfelder kennen lernen und für mich herausfinden, ob unterschiedliche Arten von Technik mir überhaupt liegen.

Mein Blick in die Glaskugel:
Ich hoffe, dass ich mich persönlich in positiver Weise weiter entwickelt, spannende Dinge erlebt und viele interessante Menschen getroffen habe.

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