Wie schnell die Zeit vergeht...

Wir haben jetzt Mitte Februar, und ich blicke mit großer Freude der letzten Woche meiner zweiten Praktikumsstation entgegen. Denn danach heißt es für mich erstmal wieder: Ausschlafen und vier Tage bei Familie und Freunden in Düsseldorf verbringen! Manchmal fehlt mir das schon sehr, aber mit meinem neuen Leben bin ich trotzdem sehr zufrieden.

Ich arbeite seit Dezember bei der S-Bahn in der Hauptwerkstatt Schöneweide und habe dort, so wie meine Vorgängerinnen auch, die meiste Zeit in der Stromabnehmerwerkstatt, der sogenannten "Juniorwerkstatt" verbracht. Dort arbeitet man sowohl mit FacharbeiterInnen als auch wechselnd mit Azubis und anderen PraktikantInnen an der Reparatur und Aufbereitung der für die S-Bahn Züge unerlässlichen Stromabnehmer. Was Stromabnehmer überhaupt sind? Stromabnehmer sind Teile des Drehgestells der Züge. Manche nennen sie auch das "Herzstück" des Zuges, nicht allein wegen ihrer roten Lackierung, sondern auch deswegen, weil sie den Zug über die Gleise überhaupt erst mit Spannung versorgen.

Meine Aufgaben in der JW sind handwerklicher Natur, sprich Feilen, Hämmern, Bohren, Gewinde nachschneiden, Leitungen prüfen und vieles mehr. Ich muss sowohl Kleinteile vorbereiten, als auch Stromabnehmer zusammen- und auseinanderbauen.

Zunächst musste ich mich erstmal an einiges gewöhnen, besonders daran nicht zu zaghaft mit den Teilen umzugehen und richtig anzupacken. Aber nach nicht allzu langer Zeit hatte ich mich eingearbeitet und kann nun ziemlich selbstständig arbeiten.

Erstaunlich ist, dass ich hier teilweise Werkzeuge und andere Hilfsmittel kennengelernt habe, die ich nie zuvor gesehen oder von denen ich gehört habe, mit denen zu arbeiten für mich jetzt aber selbstverständlich geworden ist. Angefangen bei Windeisen und Reibahlen, bis hin zur Hydraulikpresse. So konnte ich wirklich was dazulernen und mein handwerkliches Geschick verbessern!

Jetzt habe ich absolut keine Angst mehr davor irgendwas beim Zusammenschrauben und privaten Handwerken kaputt zu machen. Das ist schon cool und war die Erfahrung wohl auch wert, auch wenn ich offen zugeben muss, dass so ein rein handwerklicher Beruf nichts für mich wäre.


Die Reise hat sich gelohnt!

Hallo zusammen! Ich bin Aunill, 17 Jahre alt und in diesem Jahr nach dem Abitur frisch nach Berlin gezogen, um am Technischen Jahr 2014/15 teilzunehmen. Und nach den ersten eineinhalb Monaten kann ich für mich festhalten: Es war die richtige Entscheidung!

Bis jetzt habe ich schon einige neue Erfahrungen sammeln können und vieles dazu gelernt. Der erste Betrieb, in dem ich aktuell beschäftigt bin, ist die Siemens AG, einer der größten Technologiekonzerne Deutschlands, der nebenbei gesagt eine Vielzahl von ansprechenden Ausbildungsmöglichkeiten im technischen Bereich anbietet. Zusammen mit einer weiteren EnterTechnik-Teilnehmerin erkunde ich mittlerweile seit sechs Wochen die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens. Die erste Woche verbrachten wir in der Technikakademie von Siemens, wo der Unterricht der Dual Studierenden stattfindet. Hier konnten wir mit verschiedenen Leuten ins Gespräch kommen und uns ein Bild von der Unterrichtsgestaltung an der STA (Siemens Technik Akademie) machen. Besonders positiv überrascht waren wir von der angenehmen Atmosphäre die dort herrschte und vom lockeren Umgang der Lehrer und Schüler miteinander.

In der zweiten Woche ging es dann in der Ausbildungsstätte für uns weiter. Dort hatten wir die gleichen Aufgaben wie die Auszubildenden zu erledigen, konnten also selber Hand anlegen. Wir sollten beispielsweise Schaltpläne zeichnen, Schaltungen bauen und sogar Arbeiten erledigen, für die wir bewertet wurden. In unserer Gruppe waren wir die einzigen beiden Mädchen, was zwar teilweise etwas anstrengend, gleichzeitig aber auch amüsant war. Ab der dritten Woche war unser Arbeitsbereich im Messgerätewerk von Siemens im Bereich der Entwicklung. Dort bauten wir zusammen mit einem Werksstudenten einen Roboter, welcher über einen kleinen Computer, einem sogenannten Raspberry Pi gesteuert werden konnte. Dafür mussten wir unter anderem Schaltpläne erstellen, löten und programmieren. Das ist leichter gesagt als getan, denn in all dies mussten wir viel Zeit investieren.

Alles in allem ist es wirklich bemerkenswert, wie viele verschiedene Einblicke man in so kurzer Zeit gewinnen kanEnterTechnik Steckbrief Aunilln und ich muss sagen, dass mein Interesse an Technik bisher noch weiter gestiegen ist. Ich bin schon gespannt darauf, was ich im Verlauf der nächsten Monate noch alles Neues kennenlernen werde!

Bis bald!
Aunill

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